#Everynamecounts: LK Geschichte beteiligt sich an internationaler Erinnerungsungsinitiative

In Anlehnung an den Holocaust Gedenktag nahm der Leistungskurs Geschichte der 12. Jahrgangsstufe heute an der internationalen Initiative „everynamecounts“ der Arolsen Archives teil. Damit leisteten die Schülerinnen und Schüler einen ganz konkreten Beitrag zur digitalen Erinnerungsarbeit und zur Aufarbeitung der nationalsozialistischen Verbrechen.

 

Die Challenge "#everynamecounts" hat es sich zum Ziel gesetzt, 58.000 Namen und Lebensdaten von Opfern der NS-Verfolgung innerhalb einer Woche zu digitalisieren. Freiwillige aus aller Welt helfen dabei, historische Dokumente wie Häftlingskarten, Transportlisten oder Meldekarten zu erfassen. So werden Millionen von Schicksalen sichtbar gemacht und für Forschung, Bildung sowie die Angehörigen der Opfer zugänglich. Jede erfasste Information trägt dazu bei, dass hinter abstrakten Opferzahlen wieder einzelne Menschen mit Namen, Herkunft und Lebensgeschichte stehen.

 

Im Rahmen des heutigen Unterrichts arbeiteten die Schülerinnen und Schüler intensiv mit Originaldokumenten aus den Beständen der Arolsen Archives. Dabei wurde Geschichte nicht nur theoretisch behandelt, sondern aktiv erfahrbar gemacht. Viele Teilnehmende zeigten sich beeindruckt davon, wie ihre eigene Arbeit unmittelbar zur historischen Aufarbeitung beiträgt.

Die große Begeisterung und Motivation im Kurs führte schnell zu einer besonderen Entscheidung: Zahlreiche Schülerinnen und Schüler äußerten den Wunsch, auch außerhalb des Unterrichts weiter an dem Projekt mitzuarbeiten. Damit wird das Engagement über den schulischen Rahmen hinaus fortgesetzt – ein starkes Zeichen für historisches Verantwortungsbewusstsein und aktives Erinnern.

 

Der LK Geschichte zeigt mit seiner Teilnahme eindrucksvoll, dass Geschichtsunterricht mehr sein kann als das Lernen von Daten und Fakten: Er kann dazu anregen, Verantwortung zu übernehmen und aktiv an der Bewahrung des historischen Gedächtnisses mitzuwirken. (Text: HamC)