Am 7. November trafen sich die Schülerinnen und Schüler des Geschichte-Leistungskurses der Klasse 12 in der Zweibrücker Innenstadt, um ein besonderes Zeichen der Erinnerung zu setzen.
Im Rahmen eines Unterrichtsganges beschäftigten sie sich mit der Geschichte der Novemberpogrome 1938. Während der mehrere Tage andauernden Ausschreitungen gegenüber jüdischen Einrichtungen wie
Synagogen und Geschäften war es ebenfalls zu Plünderungen und Übergriffen gegen Privateigentum und jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger gekommen. Daran anschließend waren die jüdischen Männer
für mehrere Wochen, teils Monate in sogenannte Schutzhaft genommen worden und in den Konzentrationslagern Dachau, Buchenwald und Sachsenhausen interniert gewesen. Viele starben während bzw. an
den Folgen der schweren Haftbedingungen.
Als Zeichen der Erinnerung an die während der NS-Zeit verfolgten und ermordeten Mitbürgerinnen und Mitbürger werden seit den 1990er Jahren in ganz Deutschland Stolpersteine verlegt und am 9.
November Gedenkveranstaltungen abgehalten.
Mit Schwämmen, Bürsten und Politur ausgerüstet machten sich die Jugendlichen des Geschichte-LKs daran, die Messingtafeln der Stolpersteine wieder zum Glänzen zu bringen. Durch ein
Auseinandersetzten mit den jeweiligen Biografien erfuhren sie zudem, welche Schicksale sich hinter den einzelnen Namen verbergen. So beschäftigten sie sich einmal nicht nur theoretisch mit
Geschichte, sondern ganz konkret mit Menschen, die in ihrer unmittelbaren Umgebung gelebt haben. Durch das Reinigen leisteten sie zudem einen Beitrag, um das Gedenken wachzuhalten und den
Stolpersteinen als Mahnmale ihren Platz im Stadtbild zu bewahren. [Text: HamC]

